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Mit dem seit dem 01.01.2020 geltenden Pflegeberufegesetz sowie den dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen sind die praktischen Ausbildungsstätten verpflichtet, Fachkräfte für die Praxisanleitung vorzuhalten.

Für die Tätigkeit der Praxisanleitung sind neben einer abgeschlossenen Ausbildung in einem Pflegefachberuf eine zweijährige Berufserfahrung im Ausbildungsfeld sowie eine berufspädagogische Zusatzqualifikation erforderlich.

Die Aufgaben der Praxisanleitung sind vor allem darin zu sehen, die Auszubildenden zu befähigen, die in den Pflegeschulen vermittelten Regeln, Prinzipien, Konzepte und Modelle in der Pflegepraxis vor dem Hintergrund der Besonderheit einer jeden Situation angemessen zu nutzen und flexibel zu handhaben.

Als weitere Aufgabe haben Praxisanleiterinnen/ Praxisanleiter in der Gesundheits- und Krankenpflege bzw. in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege Prüfungsaufgaben wahrzunehmen und als Mitglied im Prüfungsausschuss mitzuwirken.

Teilnahmevoraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in den Gesundheits- und Pflegefachberufen (Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in; Altenpfleger*in, Hebamme und Entbindungspfleger, Operationstechnische Assistent*in, Anästhesietechnische Assistent*in, Notfallsanitäter*in) sowie eine 2-jährige Berufserfahrung im Ausbildungsfeld nach der staatlichen Anerkennung.

Inhalte

Die Fortbildung erfolgt berufsbegleitend mit einem zeitlichen Umfang von 300 Stunden. Die Dauer der Qualifizierung erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 11 Monaten.

Zwischen den einzelnen Blockveranstaltungen sind Praxisphasen vorgesehen. Die Praxisphasen dienen einerseits dazu, Gelerntes umzusetzen und andererseits, um Problematiken, die sich im Arbeitsfeld der Praxisanleitung stellen, im Unterricht zu reflektieren und zu thematisieren, damit eine gezielte Unterstützung erfolgen kann. Eine Woche erfolgt in Form von Blended Learning. Es sind drei Praxistage vorgesehen, die während der Weiterbildung terminiert werden.

Während der Qualifizierung sind drei Leistungsnachweise zu erstellen. Dabei handelt es sich um die Dokumentation und theoretischen Reflexion einer durchgeführten pädagogischen Situation (Anleitungssituation, einer Beurteilungssituation/ eines Beurteilungsgesprächs oder einer Beratung). Einer schriftlichen Erarbeitung von lernfördernden Maßnahmen (Checklisten, Lernkarten, Einarbeitungskonzepte, ggf. andere Projekte).

Den Abschluss der Qualifizierung bildet ein Kolloquium, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Thema präsentieren und einer theoretischen Fachdiskussion stellen. Die erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Das Konzept ist an einem erwachsenengerechten und handlungsorientierten Lernen ausgerichtet, d.h. neben der Vermittlung theoretischer und praktischer Inhalte werden berufliche Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer reflektiert und bewusst in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen.

  • Lerntheorien und Lernmodelle
  • Anleitung
  • Pflegefachliche Grundlagen – Evidenz basierte Pflege
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Konfliktmanagement
  • Rechtliche Grundlagen
  • Beurteilung

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten bieten wir ausgewähltes Material an, das die angebotenen Unterrichtsinhalte ergänzt.

Ziele / Nutzen

Die Praxisanleitung wird als pädagogischer Prozess wahrgenommen, den die Praxisanleiterin/ der Praxisanleiter selbständig plant, gestaltet, anwendet und beurteilt. Die Auszubildenden sollen so schrittweise an die eigenverantwortliche Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben herangeführt werden.

Die Qualifizierung zur Praxisanleitung befähigt dazu

  • pflegerisches Wissen und Können nach dem Stand pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse zu vermitteln,
  • Pflegeberatungssituationen zu gestalten
  • den Lernstand des Auszubildenden zu analysieren und zu beurteilen,
  • lerntheoretische Zusammenhänge für die individuelle Anleitungssituation zu nutzen,
  • komplexe pflegerische Handlungsabläufe lernwirksam aufzubereiten,
  • die pädagogische Beziehung zwischen dem Auszubildenden und der Praxisanleiterin/ dem Praxisanleiter zu gestalten,
  • den Auszubildenden im Erkennen und Bearbeiten der Belastungen und der Grenzen zu unterstützen und
  • den Auszubildenden in der Prüfungssituation zu beurteilen.

Für diese Weiterbildung ist keine Anmeldung mehr möglich.
Wenn Sie einen Platz auf der Warteliste reservieren möchten, schreiben Sie uns gerne eine Nachricht über das Kontaktformular.

Der Beginn dieser Weiterbildung wurde vom 9.11.2020 auf den 11.01.2021 verschoben.

Umfang

300 Stunden

Veranstaltungsort

Hannover

Kosten

5.460,- €

bzw. 546,- €
(unter den Voraussetzungen einer entsprechenden EU-Förderung.)

In Kooperation mit

Ansprechpartnerinnen

Pädagogische Verantwortung

Susanne Richter


Seminarorganisation

Alexandra Stoßnach
Tel.: 0511 12400-508
Fax: 0511 12400-420